WEIHNACHTSMARKT BONN (BAfmW) – Wir, d.h. der Bundeslurch Verlag, machen uns Sorgen um unseren Mitbewohner, den wir seit Tagen nicht gesehen haben und auch nicht erreichen.
Im Ausländeramt der Stadt Bonn liegt der Antrag, endlich seinem Umzug nach Bonn zuzustimmen.
Der Junge hat Angst, dass wir ihn vor Weihnachten in diese unsägliche Unterkunft in Bornheim zurückbringen müssen, wo er – weil schwul – von religiös imprägnierten Flüchtlingen drangsaliert wird.
In der Wohnung, die wir ihm gern zur Verfügung stellen, käme er zur Ruhe, könnte an Deutschkursen teilnehmen, zu Hause lernen und sich auf das Leben in Deutschland einstellen.

Auf dem Wohnungsmarkt Bonn gibt es künftig eine Wohnung weniger, wenn …

Wohnsitzauflage: Demnächst eine Wohnung weniger und ein Büro/AirBnb mehr?

Wohnsitzauflage: Demnächst eine Wohnung weniger und ein Büro/AirBnb mehr?

Aber da gibt es ja diese „Wohnsitzauflage“, die von – von wem auch sonst? diesem bajuwarischen Bierdimpfl und Wolpertinger im Innenministerium eingeführt wurde.

Von der Zustimmung des Ausländeramtes zum Umzug hängt die Zustimmung der Bezirksregierung Arnsberg ab, die Wohnsitzauflage zu ändern, so dass Sami von Bornheim nach Bonn umziehen darf. Lustiger Aspekt dabei ist, wir als Vermieter haben ihn ganz ordnungsgemäß bereits im Juli bei der Stadt angemeldet. Und auch alle seine Unterlagen vorgelegt. Da lag auch die Wohnsitzauflage bei.

Die Aussage des Leiters der Abteilung im Ausländeramt Bonn ging so in etwa in die Richtung, man betrachte sich nicht als zuständig. Die Änderung der Wohnsitzauflage möge die Bezirksregierung Arnsberg selber durchführen. Es fielen auch Sätze, wir könnten doch einen anderen Flüchtling nehmen und Bonn sei bereits genug mit Flüchtlingen gesegnet. Demgegenüber stehen die Worte von Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Bonn könne weitere Flüchtlinge aufnehmen. Entweder sind diese Worte reine Lippenbekenntnisse oder die Verwaltung macht eh, was sie will. Diesen Eindruck haben wir, was das Marktamt der Stadt Bonn betrifft, allerdings schon länger.

Wir haben das Ausländeramt auf die Fälle bereits erteilter Genehmigungen verwiesen, die aus genau den gleichen Gründen erfolgten. Zaid A. und Mustafa J. wurde damals problemlos der Umzug gestattet. Mustafa J. hat mittlerweile einen Job gefunden und bezieht keine Leistungen des Jobcenters mehr, worauf er auch zu Recht stolz ist. Zaid braucht noch zwei Semester, um sein Zahnmedizinstudium an deutsche Anforderungen anzugleichen.

Wir wollen mit dem, was wir leisten können, dazu beitragen, damit hier anerkannte Flüchtlinge einen Weg finden, sich zu integrieren.

Änderung der Wohnsitzauflage

Jetzt schieben die beiden Ämter die Verantwortung hin und her.
Bezirksregierung Arnsberg: „Wenn Bonn zustimmt …“
Ausländeramt Bonn: „Soll Arnsberg doch …“

Eines steht fest, wenn wir den jungen Mann zu Weihnachten zurück in diese unsägliche Unterkunft bringen müssen, geht die 55qm-Wohung, die wir zur Verfügung stellen könnten, komplett aus der Vermietung raus und wird in ein Büro umgewandelt. Oder sie wird in ein Büro für unseren Verlag umgewandelt. Die Wohnsitzauflage soll ja angeblich dazu dienen, Wohnungsknappheit in Bonn zu vermindern.

Eines noch …

Etwaigen rechten AfDioten sei hier mitgeteilt, dass wir für die Wohnung, die wir gern diesem jungen Mann zur Verfügung stellen, vom Jobcenter nicht die vierfache Miete, sondern die achtfache Miete bekommen. Außerdem stellt uns das Jobcenter eine 75-jährige Putzfrau, die für die Bewohner nackt putzen muß, weil ihr sonst die H4-Bezüge gekürzt werden. Beim Einzug überreicht das Jobcenter dem Bewohner übrigens ein vergoldetes Handy. Und außerdem werden wir vom Internationalen Finanzjudentum, den Freimaurern und den Illuminaten gesteuert.

Das wissen wir alles schon, es muß also nicht erneut kommentiert werden.

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Über den Autor: Klaus Maresch
Klaus Maresch, Jahrgang 1967, lebt mit Ehemann und sieben Katzen in Bonn am Rhein. Hexen, Drachen, Vampire und andere magische Wesen sind kein Problem, wenn man sie ordentlich verwaltet. Schließlich hat in Deutschland alles seine Ordnung. Basierend auf dieser Idee, entwickelte er die Idee einer Behörde, die sich um die Belange magischer Mitbürger kümmert. So entstand das Bundesamt für magische Wesen. Hagen Ulrich kam nach dem Besuch einer Ladys Night zu Twilight zum Schreiben und veröffentlicht seine Romane im Himmelstürmer Verlag in Hamburg.

3 Kommentare
  1. Klaus Maresch 1. Dezember 2018 at 11:34 - Reply

    Nachtrag: Mit dürren Worten teilte uns das Ausländeramt der Stadt Bonn mit, dass man sich nicht als zuständig betrachte und der Umverteilung nicht zustimmen würde.
    Was bei zwei vorhergehenden Fällen und gleicher Ausgangslage geklappt hat, das geht jetzt nicht mehr.
    Wir haben dem Ausländeramt mitgeteilt, dass wir die Wohnung komplett aus der Vermietung nehmen werden, da wir lieber auf die Mieteinnahmen verzichten als uns so einer Haltung zu beugen.

  2. Marion Boroch 4. Dezember 2018 at 6:20 - Reply

    Ist das ätzend!
    Da fehlen einem wirklich die Worte.
    Kann ich irgendwie helfen?

    • Klaus Maresch 5. Dezember 2018 at 9:07 - Reply

      Es deutet sich wohl eine Lösung an, nach dem wir den Leiter des Ausländeramtes erwischen konnten. Daran arbeiten wir. Danke für das Angebot, momentan haben wir wohl alles ausgeschöpft.

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