Weitere Kostensteigerungen bei der Beethovenhalle zu erwarten

In einer Vorlage für die Ratssitzung am Donnerstag (17. März) werden die zusätzlichen Mehrkosten auf 19,62 Mio. Euro beziffert und von weiteren sechs Monaten Bauverzögerung ausgegangen.

Das Städtische Gebäudemanagement (SGB) geht von einer weiteren Kostensteigerung bei der Sanierung der Beethovenhalle aus. (Foto: Klaus Maresch)

Das Städtische Gebäudemanagement (SGB) geht von einer weiteren Kostensteigerung bei der Sanierung der Beethovenhalle aus. In einer Vorlage für die Ratssitzung am Donnerstag (17. März) werden die zusätzlichen Mehrkosten auf 19,62 Mio. Euro beziffert und von weiteren sechs Monaten Bauverzögerung ausgegangen. Die Sanierung der Beethovenhalle wäre demnach frühestens Ende 2024 fertig.

Milliongrab Beethovenhalle

Die Gesamtkosten zur denkmalgerechten Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle betragen laut Vorlage inzwischen 191,4 Mio. Euro brutto und liegen damit um 19,62 Mio. Euro über dem bisher beschlossenen Gesamtbudget von 171,8 Mio. Euro. Die zusätzlichen Mittel werden im Rahmen der Aufstellung des Doppelhaushalts 2023/24 angemeldet. Der bisherige, 2019 genehmigte Risikopuffer ist inzwischen vollständig aufgebraucht. In den 19,62 Mio. Euro sind zusätzliche Kostenrisiken enthalten, die teilweise eingetreten sind bzw. deren Eintritt als sehr wahrscheinlich zu betrachten ist. Wenn es zu weiteren Verzögerungen kommen sollte, seien weitere Kostensteigerungen sehr wahrscheinlich.

Im Zuge der Kompensation von terminlichen Verzögerungen wurde der Zeitraum zwischen der Gesamtfertigstellung der Beethovenhalle und der Übergabe des Gebäudes auf jetzt nur noch 6 Monate reduziert. Weitere Kürzungen innerhalb dieses Zeitpuffers sind nach derzeitigem Stand nicht mehr möglich, so dass sich weitere Verzögerungen im Projekt 1:1 auf den Endtermin auswirken werden.

Die Vorlage informiert den Rat der Stadt Bonn detailliert über den Stand der einzelnen Baumaßnahmen. Aufgelistet werden auch verschiedene Gründe für die Kostensteigerungen und die Zeitverzögerungen. Dazu zählen zum Beispiel der Verzug aufgrund einer fehlgeschlagenen Ausschreibung des nachlaufenden Rohbaus, ein Verzug aufgrund der Kündigung eines Auftragnehmers, Verzüge beim Trockenbau, der Lüftung und der Fassade. Verzögerungen sind auch verursacht durch strittige Auffassungen hinsichtlich Leistungssoll und Vergütung bei der Ausführungsplanung.

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