Beeinträchtigt laut Marktamt Bonn das Angebot auf dem Weihnachtsmarkt Bonn. (Foto: Klaus Maresch)
Dieser Drache mit einer Metflasche, seit 2015 im Honighäuschen, beeinträchtigt laut Marktamt Bonn 2017 das Angebot auf dem Weihnachtsmarkt Bonn. (Foto: Klaus Maresch)

WEIHNACHTSMARKT BONN (BAFMW) – An dieser Stelle möchten wir die Gelegenheit nutzen und unseren interessierten Lesern, die uns vom Weihnachtsmarkt Bonn her kennen und das Honighäuschen dort seit 2017 vermissen, folgendes erklären. Das Marktamt der Stadt Bonn hat unsere Bewerbung für den Weihnachtsmarkt Bonn 2017 mit einer sehr dubiosen Begründung abgelehnt und zwar mit Bezug auf Fantasyfiguren (gemeint war eine Flaschenhalterfigur in Gestalt eines Drachen), die unser Angebot negativ beeinträchtigen würde. Also ein Artikel unter rund 250 Artikeln, darunter Bienenwachskerzen, Met und Honig sowie eigene Bücher hat zur Folge, dass das Angebot des Standes von einem Jahr auf das andere von Top auf Flop geratet wird. Schon schräg. Nebenbei bemerkt, war diese Flaschenhalterfigur schon seit 2015 als Dekoobjekt am Stand.

2018 erhielten wir per Copy und Paste die gleiche Ablehnung, obwohl die Figur gar nicht mehr Bestandteil der Bewerbung war.

Wir hatten deshalb Klage beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht und ließen diese Vorgänge klären, denn so geht es nicht. An dieser Stelle möchten wir auch ausdrücklich betonen, dass unser Anwalt bis kurz vor Ablauf der Frist das Gespräch mit Stadtdirektor Fuchs sowie Marktamtsleiter Borchert gesucht hat. In der Verhandlung erklärte ein Mitarbeiter des Marktamtes dann, man hätte jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung gestanden. Eine solch dreiste Lüge vor Gericht kennt man eigentlich nur aus TV-Shows.

Wir sind eigentlich nicht daran interessiert, unserer Heimatstadt Schaden zuzufügen. Aber wir werden alles nutzen, was uns an Möglichkeiten zur Verfügung steht, dieses Verhalten des Marktamtes der Stadt Bonn und seiner beiden Mitarbeiter weiter publik zu machen.

Bis zum Herbst wird das komplette Angebot an Bienenwachskerzen, Met und Honigwein, Bioland-Honig, welches Sie von unserem Stand auf dem Weihnachtsmarkt kennen, im Onlineweihnachtsshop Weihnachtsmarkt Bonn erhältlich sein. Zusätzlich werden Sie hier viele Bücher finden, darunter Krimis, Weihnachtliches, Sachbücher, Fantasy und schwule Bücher. Außerdem gibt es zu Ludwig van Beethoven, Beethovenfest und dem Desaster Beethovenhalle auf unseren verschiedenen Portalen, u.a. weihnachtsmarkt-bonn.info , beethovenfest-bonn.de und gay-book-fair.de weitere Literatur.

Aus dem Honighäuschen wurde das Bundesamt für magische Wesen, ein Satireportal und Verlag für Fantasyliteratur nebst Online-Buchshop.

 

Verwaltungsgericht Köln: “Sie (Marktamt Bonn) müssen sich schlampige Arbeit …”

Von Oberbürgermeister Nimptsch getraut: Frank Lotz und Klaus Maresch. (Foto: Barbara Frommann)
Von Oberbürgermeister Nimptsch getraut: Frank Lotz und Klaus Maresch. (Foto: Barbara Frommann)

Wir haben für 2019 erneut, wie auch schon in 2018, eine notariell beglaubigte Bewerbung gleichen Inhaltes bei Herrn Müller im Marktamt der Stadt Bonn abgegeben wurde, und ihm gegenüber ausdrücklich erklärt, dass sich unsere Verärgerung nicht gegen ihn richtet und er wie auch andere städtische Mitarbeiter bei uns im Bundesamt für magische Wesen jederzeit willkommen sind. Und das war keine Floskel, das meinten wir wirklich so.

Aber diese Vorgänge haben wir klären lassen, denn wir hatten berechtigten Grund zu der Annahme, dass bei der Ablehnung unserer Bewerbung unter der neuen Leitung des Marktamtes die Tatsache, dass wir, Frank Lotz und Klaus Maresch, nun einmal ein schwules Ehepaar sind, eine nicht unmaßgebliche Rolle spielte.

Während der Gerichtsverhandlung und nach Akteneinsicht bekamen wir auch einen sehr klaren Eindruck, wie sich Herr Müller tatsächlich verhalten hat. Wir haben uns die Augen gerieben. Akten lügen nicht, im persönlichen Gespräch hatten wir zuvor einen Eindruck von diesem Mitarbeiter gewonnen, der durchaus positiv war. Mittlerweile ist das anders. Verlogen und hinterfotzig sind Begriffe, die sich uns aufdrängen.

Die eigene Imkerei wurde 2016 nach einer Serie schwerer Einbrüche und Einbruchsversuche mit Hakenkreuzschmiereien geschlossen, was wir darauf zurückführen, dass wir 2015 zwei junge Flüchtlinge aus dem Irak aufnahmen und dies auch öffentlich machten. In Folge erhielten wir rund 1600 Haßemails aus rechten Kreisen nebst Bedrohungen.

Wir hätten damals – denn das war dem Marktamt bekannt – eher Hilfe und Entgegenkommen erwartet. Aber wer kann schon in die Köpfe mancher Leute hineinsehen und erkennt, wo überall dieser braune und völkische Ungeist des Hasses weht? Im Nachhinen betrachtet haben wir eine andere Sicht der Dinge.

An dieser Stelle sei bemerkt, dass “unsere” Jungs ihren Weg machen und sich ihre Zukunft hier in Deutschland aufbauen.

Auch wenn es unsere Imkerei nicht mehr gibt, stehen wir den Bonnern nach wie vor zur Verfügung, wenn es in Bonn Probleme mit einem ausgebüxten Bienenschwarm, einem Wespennest oder Hornissennest gibt. Genauso beantworten wir Fragen zu Bienen und anderen blütenbesuchenden Insekten. Und genauso werden wir uns weder von AfDreckspack noch Marktschlampen beeindrucken lassen..

Der die Verhandlung führende Richter am Verwaltungsgericht Köln hat übrigens in der Verhandlung das Verhalten der beiden Mitarbeiter des Marktamtes Bonn als schlampig bezeichnet. Das reicht uns, denn will schon mit solchen Schlampen etwas zu tun haben?