Schlimm! Auf dem Weihnachtsmarkt Bonn im BAfmW ist selbst der Nikolaus schwul. Und er kann lesen - im Gegensatz zu den Beamten im Marktamt der Stadt Bonn

WEIHNACHTSMARKT BONN (BAfmW) – In Bonns fantastischster Behörde, dem Bundesamt für magische Wesen, ist man immer noch höchst verwundert darüber, wie das Marktamt der Stadt Bonn seine Ablehnung der Bewerbung zum diesjährigen städtischen Weihnachtsmarkt Bonn begründet.

Beworben hatte sich der hauseigene Bundeslurch Verlag in Fortführung des Angebotes der früheren Bioland Imkerei Honighäuschen mit einem Angebot aus mehreren Sorten Bioland-Honig, rund 100 verschiedenen Bienenwachskerzen, einigen Metsorten sowohl in Flaschenabfüllung wie auch im Ausschank, etwas Fantasyliteratur sowie den bekannten Tassen mit dem Bundeslurch. Was die Imkereiprodukte betrifft, so waren diese seit 2001 auf dem Weihnachtsmarkt Bonn präsent, und das Angebot an Literatur und Tassen mit dem Bundeslurch war seit 2012/13 stets Teil der Bewerbung. Sehr zur Begeisterung des Publikums, das dieses Angebot durchaus zu schätzen wußte und weiß.

2017 sollte das Angebot in Teilen ausgetauscht werden. Bienenwachskerzen mit religiösen Motiven stoßen, man muß es nun einmal feststellen, immer weniger auf Interesse. Es mag an den zahlreichen Mißbrauchsskandalen der Kirche liegen, die selbst hartgesottene Gläubige sich schamvoll von der Kirche abwenden lassen, wie auch am frivolen Zeitgeist, diesem Luder, der sich von Madonnen, Krippen oder Kerzen mit Bibelsprüchen mit Grausen abwendet. Jedenfalls ist die Nachfrage nach diesen Bienenwachskerzen immer weiter zurückgegangen und im Amt war man darauf aufmerksam geworden, dass zum Beispiel der -> Flaschenhalter Drache und seine Verwandten auf reges Interesse stießen. Diese Figur, die eigentlich nur als Deko gedacht war, wurde so oft nachgefragt, dass sie nebst ähnlichen Figuren 2017 Eingang fand in die Bewerbung zum Weihnachtsmarkt Bonn 2017. Kein Händler stellt sich in seine Verkaufsfläche Artikel, für die sich niemand interessiert.

Nun, das Marktamt lehnte diese Bewerbung zum Erstaunen aller Fans des Bundesamtes für magische Wesen ab. Mag es sein, dass nach einem Wechsel im Marktamt dort ein Geist weht, der zwanghaft an christlichen Relikten festhält. Man mag auch vermuten, dass das vom seinerzeitigen Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch getraute Ehepaar Frank Lotz und Klaus Maresch mit seinem Engagement für queere Flüchtlinge auf Ablehnung stößt oder aber schwule Themen im Allgemeinen im Zuge des Aufkommens eines gewissen alternativen braunen Ungeistes, dem sich Lotz und Maresch vehement entgegenstellen, innerhalb von Teilen der Stadtverwaltung ablehnend gesehen wird. Denn schon im Sommer lehnte das Grünflächenamt die Bewerbung der Kurzgeschichtensammlung „Einen Rosengarten versprach ich nie“ aus sehr fadenscheinigen Gründen ab. Das Buchcover, zwei inmitten von Rosenranken gruppierte männliche Fantasywesen, löste im Grünflächenamt wohl eine Spontanwelke aus.

Geänderte Bewerbung zum Weihnachtsmarkt Bonn 2018 – ohne Fantasyfiguren

2018 wurde die umgeschriebene Bewerbung OHNE Fantasyfiguren erneut im Marktamt Bonn abgegeben, schließlich ist man anpassungsbereit. Und obwohl persönlich eher dem Atheismus anhängend, haben sich Frank Lotz und Klaus Maresch stets für Religionsfreiheit eingesetzt. Zwar eher im Sinne von Freiheit von der Religion und den Einfluß von Kirche und Co. zurückdrängend, aber eben auch dafür, dass ein jeder nach seiner Facon selig werden möge. Egal ob an nichts, Gott, Jahwe, Allah oder das Fliegende Spaghettimonster glaubend.

Zum großen Erstaunen wurde uns dann im Sommer auf Nachfrage vom Marktamt Bonn mündlich beschieden, dass die Bewerbung zum städtischen Weihnachtsmarkt abgelehnt werden würde. Wir sollten die schriftliche Begründung abwarten und gegebenenfalls klagen. Die Begründung aus dem Marktamt Bonn traf dann auch „schon“ im Oktober ein und wurde gespannt erwartet. Es steht wohl zu vermuten, dass man im Marktamt verzweifelt nach einer Möglichkeit gesucht hat, unseren Stand abzulehnen. Das Marktamt der Stadt Bonn lehnte unsere Bewerbung mit Verweis auf unsere Fantasyfiguren ab, die – darauf sei hier noch einmal ausdrücklich hingewiesen – 2018 gar nicht Bestandteil der Bewerbung waren. Wörtlich heißt es in der Begründung:

„Im Rahmen der Ermessensausübung kam das Gremium zu dem Ergebnis, Ihrer Bewerbung aufgrund geringerer Attraktivität keinen Zuschlag gegenüber den anderen Bewerbern zu geben. Insbesondere kam das Gremium zu der Erkenntnis, dass gegenüber Ihrer vorliegenden Bewerbung der Bundeslurch UG mit dem Mischkonzept der Honigprodukte, Bienenwachskerzen und Metausschank in verbindung mit Tassen des Bundesamtes für magische Wesen und Literaturerzeiugnissen von Hagen Ulrich und jetzt auch Fantasyfiguren etc. von der Attraktivität kunsthandwerklichen Ständen mit Spezialisierung…

Das Entscheidungsgremium stellt weiterhn fest, dass sich ihr Standkonzept vom Angebot her immer weiter von den klassischen Honigprodukten entfernt hat hin zum Bundesamt für magische Wesen …., jetzt noch weiter ergänzt mit Fantasyfiguren. ….“

Wir können nicht beurteilen, ob dem Entscheidungsgremium „aus Versehen“ unsere Bewerbung für 2017 vorgelegt wurde oder ob Drogen im Spiel sind, versichern aber an dieser Stelle, dass die – übrigens notariell beglaubigte Bewerbung für 2018 – das Wort Fantasyfiguren und verwandte Begriffe an keiner Stelle enthält. Also, noch einmal für hier mitlesende städtische Beamte: Da steht nichts von Fantasyfiguren!

Und dass Bücher – ausgerechnet Bücher – zur Weihnachtszeit nicht auf Interesse beim Weihnachtsmarktbesucher stoßen, das wäre einmal etwas ganz Neues. Bekannterweise hat der Buchhandel zu Weihnachten seinen höchsten Umsatz.

Wie geht es weiter in der Causa Marktamt Bonn?

Wie schon andernorts geschrieben, haben wir dieses Portal aufgesetzt. Online wird bei uns das gesamte Jahr Weihnachtsmarkt Bonn stattfinden, auch am Totensonntag ist es jedem freigestellt, uns virtuell zu besuchen. Live besuchen kann man das weihnachtlich dekorierte Bundesamt immer am Wochenende. Und um ein deutliches Zeichen zu setzen, wie wir dem Marktamt Bonn und seinem Entscheidungsgremium begegnen, haben wir begonnen, das Angebot unseres Online-Weihnachtsmarktes passend zu präsentieren.

In einem Bonner Fotostudio finden derzeit Fotoshootings statt, die wir bewußt „schwul“ präsentieren. Ziel dieser Aktion ist es, mit der entsprechenden Anzahl Bilder und Beiträge das Onlineangebot zum Thema Weihnachtsmarkt Bonn dem interessierten Besucher die Möglichkeit des Online-Einkaufs zu präsentieren, um ihm einen Besuch der Innenstadt Bonn inmitten des üblichen Weihnachtsstresses zu ersparen. Damit wollen wir auch dazu beitragen, den innerstädtischen Bonner Einzelhandel zu „entlasten“, schließlich ist es offensichtlich, dass das städtische Marktamt das populäre Angebot eines kleinen Bonner Verlages bewußt ablehnt und somit auch den Markt unattraktiver macht.

Wir haben auch schon die technischen Voraussetzungen für englische, russische und niederländische Übersetzungen installiert, damit auch Touristen sich über den Weihnachtsmarkt Bonn informieren können. Den im BAfmW natürlich.

Ein Weihnachtsmarkt Bonn ist keine kirchliche Veranstaltung, ein Weihnachtsmarkt Bonn ist weder schwul noch hetero, ein Weihnachtsmarkt Bonn ist eine Marktveranstaltung zur Weihnachtszeit. Und auf einem Markt wird das angeboten, was den Besucher als Kunden anlockt und interessiert.

Zur Verwendung der Bilder

In den kommenden Tagen erscheinen in den angefügten Bildergalerien einige Hundert Bilder von Fotoshootings mit unseren Models, teilweise mit Produkten unseres Shops, teilweise ohne Produkte. Auf Anfrage stellen wir gern Bilder zur Verfügung – mit einer Ausnahme. Dem AfD-Fandom, Mitgliedern, Fans und Funktionären ist es ausdrücklich untersagt, unsere Bilder zu verwenden. Entdecken wir unsere Bilder auf irgendwelchen AfD-Seiten, leiten wir juristische Schritte ein. Mit Rechtsextremen und Nazis diskutieren wir nicht.

Wer unsere Bilder verwenden möchte, darf gern bei uns anfragen und erhält Bilder, unter der Bedingung, einen Link zu https://weihnachtsmarkt-bonn.info zu setzen, mit der Bezeichnung Weihnachtsmarkt Bonn im Bundesamt für magische Wesen.

 

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Über den Autor: Klaus Maresch
Klaus Maresch, Jahrgang 1967, lebt mit Ehemann und sieben Katzen in Bonn am Rhein. Hexen, Drachen, Vampire und andere magische Wesen sind kein Problem, wenn man sie ordentlich verwaltet. Schließlich hat in Deutschland alles seine Ordnung. Basierend auf dieser Idee, entwickelte er die Idee einer Behörde, die sich um die Belange magischer Mitbürger kümmert. So entstand das Bundesamt für magische Wesen. Hagen Ulrich kam nach dem Besuch einer Ladys Night zu Twilight zum Schreiben und veröffentlicht seine Romane im Himmelstürmer Verlag in Hamburg.

1 Kommentar
  1. Familie Banz 28. Oktober 2018 at 18:47 - Reply

    Ihr seid einmalig. Schade die Stadt Bonn auf euch verzichtet hat und will. An euch ein „weiter so!“
    Es lebe der Bundeslurch!

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