Die Imker Camille und Sebastian Seusing bei der Entnahme von Honigproben
Die Imker Camille und Sebastian Seusing bei der Entnahme von Honigproben

Die Imker Camille und Sebastian Seusing bei der Entnahme von Honigproben

WEIHNACHTSMARKT BONN (BAFMW) – Unsere früheren Besucher auf dem Weihnachtsmarkt Bonn am Stand des Honighäuschens wissen, dass hinter diesem Online-Weihnachtsshop die frühere Bioland-Imkerei Honighäuschen steht. Auch wenn wir selber nicht mehr als Imker tätig sind und keinerlei Honigproduktion mehr unterhalten, so sind wir dem Thema Imkerei, Umwelt- und Artenschutz und Landwirtschaft nach fast dreißig Jahren Tätigkeit in der Imkerei nach wie vor verbunden.

Aus diesem Grund und weil wir aus eigener Erfahrung wissen, wie schwer die Arbeit als Berufsimker ist, hat es uns besonders erschüttert, als am Morgen diese eMail mit der Bitte um Hilfe bei uns eintraf. Der Imkerei Seusing wurde durch einen verantwortungslosen Landwirt bei der Anwendung von Glyphosat schwerer Schaden zugefügt. Die Imkerfamilie mit zwei kleinen Kindern steht vor großen Problemen und wir beteiligen uns an einer Solidaritätsaktion.

Von jedem Glas Honig, dass über diesen Shop verkauft wird, geht ein Euro an einen Unterstützungsfonds. Vorab hat der Bundeslurch Verlag in Nachfolge des Honighäuschens bereits 50.- EURO überwiesen.

Glyphosat hat im Honig, im Trinkwasser und anderen Lebensmitteln nichts zu suchen!

Die -> Bioland-Imkerei Seusing, die bei Berlin imkert, erlebt dieses Jahr das, was für jeden Imker, egal ob konventionell oder bio-zertifiziert imkernd, ein absoluter Albtraum sein dürfte: Sie muss 4,1 Tonnen glyphosatbelasteten Honig als Sondermüll entsorgen, weil ein benachbarter Landwirt sich seiner Luzerne Wiese mittels Glyphosat entledigt hat. Leider war die Luzerne Wiese dicht mit leuchtend gelbem Löwenzahn bewachsen und voll mit Nektar sammelnden Bienen. Der Honig, den die Bienen dort sammelten, aber auch Chargen von weiter entfernt stehenden Völkern ist deutlich über den Grenzwert hinaus mit dem Agrargift Glyphosat verunreinigt. Schon im Handel befindlicher Honig muss nun von der Imkerei zurückgerufen werden.

Gemeinsam mit der Aurelia Stiftung und dem „Bündnis zum Schutz der Bienen“ ist ein juristischer Prozess gegen den Landwirt eingeleitet worden. Ob ein Teil der Prozesskosten durch die Berufsimkerversicherung gedeckt ist, ist noch nicht entschieden. Auch ist noch zweifelhaft, ob es überhaupt zu einer Klärung der Haftungsfrage und Schadensregelung kommen wird. Neben Prozesskosten und dem erheblichen wirtschaftlichen Schaden (ca. 50.000 €) entsteht der Imkerei naheliegender Weise auch ein gravierender Nachteil bei Prestige, Vermarktung und Kunden-Vertrauen.

Vom ersten Verdachtsmoment an sind die Seusings das Problem offensiv und transparent angegangen und haben zusammen mit der Aurelia Stiftung eine Kampagne gestartet. Wir möchten euch nun zur Solidarität mit der Imkerei Seusing aufrufen, denn das was ihnen passiert ist, geht alle an – egal ob Imker, Verbraucher oder Umweltfreund.

Dass die Imkerei so offensiv mit dem Problem umgeht, liegt in unserer aller Interesse, denn es wird hoffentlich politisch nicht folgenlos bleiben. Glyphosat muß endgültig und schnellstmöglich verboten werden und die Agrarindustrie muß umgebaut werden zu einer umweltverträglichen und ressourcenschonenen Landwirtschaft.

Aus dem Honigangebot der Imkerei Aumeier

Im Online-Weihnachtsshop findet sich auch einiges an Honig und mit der Imkerei Aumeier haben wir verabredet, von deren über unseren Online-Weihnachtsshop verkauften Honig im 500g-Glas jeweils einen EURO zur Unterstützung der Imkerei Seusing zu verwenden. Am dritten Adventswochenende laden wir zur Honigverkostung ins Bundesamt für magische Wesen und auch von dem vor Ort verkauften Honig geht jeweils ein Euro in die Unterstzung der Imkerei Seusing. Näheres dazu veröffentlichen wir demnächst in unserem -> Veranstaltungskalender.

Mit dem Kauf des Honigs aus der -> Imkerei Aumeier können Sie dabei mithelfen, dass eine kleine familiengeführte Imkerei erhalten bleibt.

 

 

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