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Der Abbruch des Bonner Weihnachtsmarktes ist nur eine Frage der Zeit

Schon jetzt ist auf dem Weihnachtsmarkt Bonn kaum jemand unterwegs.

Ein Abbruch des Bonner Weihnachtsmarktes scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. (Foto: Barbara Frommann)
Ein Abbruch des Bonner Weihnachtsmarktes scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. (Foto: Barbara Frommann)

Jeden Tag meldet das RKI neue Rekorde, was die Corona-Neuinfektionen betrifft Jeden Tag sind es mehr, in jedem Fall mehr als eine Woche zuvor. Es sind besorgniserregende Zuwächse, die einen Abbruch des Bonner Weihnachtsmarktes zur Folge haben können. Mal abgesehen davon, dass auch in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis die Infektionszahlen steigen und den nahe liegenden Benelux-Ländern ebenfalls, gibt es noch andere Faktoren, die einen Abbruch des Bonner Weihnachtsmarktes zur Folge haben können und vermutlich in der ersten Dezemberwoche auch haben werden.

Die Intensivstationen der Krankenhäuser in den Bundesländern wie Sachsen, Thüringen, Bayern, Sachsen-Anhalt und Baden-Würtemberg werden demnächst die Grenzen der Auslastung erreichen oder haben es sogar schon. Das bedeutet, dass an Corona erkrankte und bekannterweise in der Mehrzahl ungeimpfte Corona-Patienten verlegt werden müssen. Es sind von Notärzten und Notfallsanitätern begleitete Patienten-Transporte über lange Distanzen, manchmal – wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Sonntagsausgabe schreibt – über Distanzen von zweihundert und mehr Kilometern, bis ein freies Krankenhausbett gefunden wird.

 

Ein Abbruch des Bonner Weihnachtsmarktes ginge à conto Ungeimpfte

Schon jetzt ist auf dem Bonner Weihnachtsmarkt kaum jemand unterwegs. (Foto: Klaus Maresch)
Schon jetzt ist auf dem Bonner Weihnachtsmarkt kaum jemand unterwegs. (Foto: Klaus Maresch)

Ganz abgesehen davon, dass dieses den Ungeimpften, Coronaleugnern und Verschwörungsfans der Impfgegnerszene zu verdankende Szenario unnötig Ressourcen bindet und unnötiges Leiden verursacht, werden eben auch Krankenhäuser in der Region Köln, Bonn und Rhein-Sieg Corona-Patienten aufnehmen müssen. Noch sind die Intensivstationen des Johanniter-Krankenhauses und der Uniklinik Bonn nicht überfüllt. Aber es ist einfaches und an vielen Stellen bereits vorgeführtes Rechenexenmpel, wie und wann die Intensivstationen keine Patienten mehr aufnehmen können.

„Wenn das Verringern der Kontakte und das Impfen nicht intensiv gelingt, werden wir nach den jetzigen Modellierungen auch noch eine fünfte Welle bekommen.“ (Lothar Wieler, Präsident des RKI)

Es ist allerspätestens dann der Augenblick, wo sich auch die Bonner Stadtverwaltung und ihr schlampiges Marktamt Gedanken darüber werden machen müssen, ob der Abbruch des Bonner Weihnachtsmarktes zu den Maßnahmen gehören kann, die weitere Ansteckungen vermeiden. Und der Druck wird zunehmen, denn Bilder wie im italienischen Bergamo drohen auch in Deutschland. Hier hat sich eine vor dem Impfgegner-Pöbel kuschende und im Wahlkampf alles ignorierende Politikerkaste dazu hinreißen lassen, die Warnungen des RKI zu ignorieren.

 

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